Dieses Werk gibt einen umfassenden Überblick über das gesamte türkische Recht. Neben dem allgemeinen Zivilrecht, Wirtschaftsrecht, Familien– und Erbrecht werden auch das Verfassungsrecht sowie das Strafrecht dargestellt.

Christian Rumpf hat über die Jahre einige wichtige Veröffentlichungen zur Türkei gemacht. Dieses Buch ist jedoch aufgrund der zahlreichen Reformen des türkischen Rechts, die auf Druck der EU vorgenommen wurden, bald nicht mehr aktuell. Hoffentlich erscheint bald eine aktualisierte Auflage.

RUMPF Christian; Einführung in das türkische Recht; München 2004

Dieses Buch beschreibt die Entwicklung des türkischen Nationalismus von der „Jungtürkischen“ Revolution, inklusive des Völkermordes, bis zum heutigen Tage.  Die Autoren analysieren den türkischen Nationalismus, der bis in die hohe türkische Politik zu finden ist.

Es werden alle türkischen politischen Parteien sowie die wichtigsten Akteure kurz vorgestellt und deren Verbindungen zu den Nationalisten aufgezeigt.

Das Buch ist sehr empfehlenswert, wobei man sich an die „linke“ Sprache gewöhnen muss.

ASLAN Fikret und BOZAY Kemal; Grauen Wölfe heulen wieder; (2. Auflage) Münster Januar 2000

Das Buch bietet einen kurzen geschichtlichen Abriss vom Osmanisch-Türkischen Reich bis zur Türkischen Republik und beleuchtet die Sonderrolle des türkischen Militärs. Die bewaffneten Zusammenstöße mit der PKK werden hier detailliert und chronologisch aufgelistet, was dieses Buch besonders interessant macht.

Zusätzlich zu dieser aufwändigen Aufstellung enthält dieses Buch Biographien von entscheidenden Personen und eine Übersicht über die politischen Parteien und Organisationen in der Türkei. Ein Ausblick aus deutscher Sicht im Bereich Außen-, Sicherheits-  und Wirtschafspolitik runden das sehr lesenswerte Buch ab.

KRECH Hans; Der Bürgerkrieg in der Türkei (1978-1999); Berlin 1999

Die Genfer und Lausanner Universitäten waren für viele revolutionäre Ideen (osteuropäischer Sozialismus, Armenische wie Jungtürkische Opposition) der Hort für die ersten Schritte. Einen wichtigen Anteil an der Ideologie sowie der Umsetzung des neuen türkischen Nationalstaates haben die türkischen Akademiker, die hier „erzogen“ werden und bis heute den monoethnischen nationalen Einheitsstaat prägen.

Eine zentrale Figur dieser Denkschule ist der Anthropologe Prof. Pittard, der an der Genfer Universität unterrichtet und ein Vordenker der heutigen türkischen Ideologie ist. Das Buch ist sehr interessant und kann nur empfohlen werden.

KIESER Hans-Lukas; Vorkämpfer der „Neuen Türkei“; Zürich 2005

Die Zentralisierungsbestrebungen des Osmanisch-Türkischen Staates im östlichen Kleinasien begannen etwa um 1830. Mit Gewalt, Zwang und Völkermord gingen die Machthaber gegen Ethno-Religiöse Gruppen. Hans-Lukas Kieser, ein schweizerischer Historiker, zeichnet den langen Weg der türkischen „Befriedung“ die eigentlich nichts Anderes war als eine Eroberung und Unterwerfung nach.

KIESER Hans-Lukas; Der Verpasste Frieden; Mission, Ethnie und Staat in den Ostprovinzen der Türkei 1839-1938; Zürich 2000

Der Autor dieses Buches ist Türkeikorrespondenz der TAZ und kennt und spricht offen über seine Heimat wie kein zweiter. Seine Reportagen, Berichte und Kommentare zeigen eine Gesellschaft, die entlang ethnischer, religiöser und sozialer Konflikte auseinanderdriftet. Er beschreibt die Wut, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit der Minderheiten (Kurden, Alevis, Frauen, Jugendlichen, Homosexuelle, ..) und wie der Hass der religiösen Extremisten wächst.

Er beleuchtet auch die andere Seite, den Staat und das Militär und wie diese  mit all den beschriebenen Problemen umgehen (Folter, Gefängnis, Verschwindenlassen, Mord, ...).

ERZERN Ömer; Der lange Abschied von Atatürk, Türkei — ein Land in der Zerreißprobe; Berlin 1997

Gesellschaft für die Dokumentation von Völkermorden

Türkei

So erreichen Sie uns: